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2 (1839)
Entstehung
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Dreihundert

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fünfundachtzigste Nacht.

Die Prinzessin sagte: ,/O Amme! er ist so schön und liebenswürdig, daß ich garkeine Geduld habe, und ihn weder bei Tag noch bei Nacht, weder des Morgens nochdes Abends vergesse; geh' also und schaffe uns schnell wieder eine Zusammenkunft, dennich bin in der schrecklichsten Qual und meine Seele ist dem Tode nahe." Die Altesagte: «Habe Geduld, daß wir auf ein Mittel denken, wie die Sache verborgen bleibt,damit deinem Ruf nicht geschadet wird." Sie antwortete:Es bleibt nichts mehr zu

verbergen übrig, seitdem die Liebe sich meines Herzens bemächtigt hat und meine Neider

an mir zweifeln."

Es sagt der Erzähler: Dann fuhr die Prinzessin fort:Wenn du uns nichtzusammcnbringst, so werde ich dem König sagen, daß du mich verführt hast, und erwird dir den Hals abschlagen lassen; denn wärst du nicht gewesen, so hätte ich dochRuhe vor allem diesem." Die Alte entgegnete:Bei Gott! meine Gebieterin, habe dochnur ein wenig Geduld, denn das ist eine ernste Sache!" Sie flehte dann so lange,

bis die Prinzessin ihr drei Tage Frist gestattete. Diese aber setzte hinzu: «Wisse,

o Amme! daß mir diese drei Tage wie drei Jahre Vorkommen, und gehen die vorüber,ohne daß du mir ihn bringst, so lasse ich dich umbringen." Die Alte ging in ihreWohnung und überlegte die Sache.