Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
439
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Dreihundert und dreinnduchtzigste Dacht.

und Niemand kann dies tadeln. Komm nur mit, ich will vorausgchen und für dichmit ihm sprechen; da er ein edler Jüngling ist, so wird er dich nicht beschämen."Die Prinzessin sprach:Nun, o Amme! so geh mir voran! Es gibt keinen Schutzund keine Macht, außer bei Gott, dem Erhabenen! Gott hat das über uns

verhängt."

Die Alte machte sich dann auf und die Prinzessin folgte ihr zu dem Prinzen, derwie der Vollmond dasaß. Da sagte die Alte:Junger Mann! sieh einmal, wer vor direrscheint: es ist die Prinzessin Haiat Alnufus (Seelenleben), die dir entgegenkommt;steh also vor ihr auf!" Der Prinz stand bei diesen Worten auf, und die Alte ließsie allein. Als sie nun einander gegenüberstanden und ihre Augen sich begegneten,waren Beide von Liebe und Sehnsucht trunken; sie umarmten sich, fielen in Ohnmacht,

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und blieben lange auf der Erde liegen. Da die Alte fürchtete, sie möchten entdecktwerden, trug sie sie in's Schloß und sagte den Sklavinnen, die im Garten waren,Benützt die Zeit zum Spaziergange, denn die Prinzessin schläft;" und so gingen siewieder fort. Als nun die Liebenden erwachten und sich im Schlosse fanden, sprach derPrinz:Wache oder träume ich?" Sie umarmten sich wieder und klagten einanderihre Liebe und Sehnsucht; dann recitirte der Prinz folgende Verse: