/jOi» Dreihundert und «>keru»dstel>e»zigste Nacht. j
Er gab de» Brief der Alten mit einem Beutel von hundert Dinar und sagte:„Nimm dieses Geld und widersetze dich nicht." Sie nahm das Geld und den Bries undüberreichte ihn ihrer Herrin. Die Prinzessin nahm ihn aber nicht, sondern sah ihn an undsagte: „Was hat er hier wieder für einen Brief geschickt?" Die Alte sagte: „Esist die Antwort auf dein Schreiben." Sie nahm und las den Brief, und als sie damitzu Ende war, sah sie die Alte an und sprach zu ihr: „Wo sind deine Ermahnungengeblieben?" Sie antwortete: „Er hat sich bekehrt und dich um Verzeihung gebeten."Die Prinzessin aber versetzte: „Bei Gott! er hat sich weder bekehrt noch entschuldigt."Die Alte sagte: „So antworte ihm nur, ich will dir schon sagen, was ich mit ihmanfange." Die Prinzessin erwiderte: „Soll ich ihm denn immerfort schreiben?" DieAlte antwortete: „Du mußt das thun, um ihm alle Hoffnung zu nehmen und ihn ganz
zu verwirren." Die Prinzessin nahm dann, als die Alte es durchaus wollte, Dinteund Papier und schrieb diese Verse:
„Lange schon dauert die Zurechtweisung, und noch hat sie keine Früchtegetragen; wie oft muß ich dir wiederholen, daß deine Leidenschaft kein Gehörbet mir findet? Deine Widerspenstigkeit nimmt immer zu; ich verzieh dir, dockdu ließest nicht ab. Verschließe nur deine Liebe und laß fic nie mehr lautwerden, sonst werde ich kein Mitleid mehr mit dir haben. Du wirst sehr baldmächtige Stürme sehen, und die Vögel der Wüste werden dir zurufen. Kehre zurückzu einem frommen Wandel, denn bleibst du ruchlos, so wird dein Ende nahe seyn!"
Der Tag unterbrach die Erzählung, welche in der nächsten Nacht folgendermaßenfortgesetzt wurde: