Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
404
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404 Dreihundert und vieruudstebenzigste Nacht.

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vor ihr und sagte:Wohin hattest du deine edlen Schritte gewendet?" Sie antwortete:Nach dem Schlosse meines Vaters."Hätte dir Niemand dein Geschäft besorgenkönnen, daß du dich selbst bemühtest?"Niemand konnte das versehen, denn ichging zu ihm, um ihm die Geschichte mit den Kaufleuten zu erzählen, die auf demBazar sitzen und sich bis zu mir erkühnen, damit er sie züchtigen und vor ihre Lädenhängen lasse; kein einziger Kaufmann in der Stadt soll verschont werden."Bist du nurdeßhalb zu deinem Vater gegangen?"Ja."Und was hat er beschlossen?"Er war auf der Jagd, und ich muß nun warten, bis er zurückkehrt." Da sagte dieAlte:Hättest du nun deinen Vater zu Hause gefunden und ihn von dem ganzenVorfall in Kenntniß gesetzt, würden nicht die Leute, wenn er den jungen Kaufmannmit den Seinigen hätte hinrichten lassen, fragen, was sie denn verbrochen haben. Manwürde sagen, sie haben die Prinzessin verführen wollen; Andere würden sagen: sie habendie Prinzessin verführt, sie verließ deßhalb ihr Schloß nicht, weil sie ganz den Kaufleutenlebte kurz, Jeder würde was Anderes sagen; denn man glaubt gern Gerüchten, undEhre ist wie Milch. Ihr Tod wird dir nichts nützen, du wirst nur deinen Ruf dadurchverlieren. Nimm daher meinen Rath an, du bist ja eine kluge Herrin; laß ab vondeinem Vorhaben und danke Gott, daß dein Vater nicht zu Hause und daß du michzuerst angehört. Doch das ist deine Sache."