MZ!
MW
i^L
Dreihundert und zmeiundstebenzigste Nacht.
Äls er diese Verse geschrieben hatte, legte er das Papier zusammen, reichte es derAlten und gab ihr auch einen Beutel, in dem fünfhundert Dinar waren, mit denWorten: „Nimm das für die Antwort!" Sie schlug es ab; er aber sagte: „Du darfstdich dessen nicht weigern!" Sie nahm ihn, ging zur Prinzessin und brachte ihr das Kleid;als sie es auseinander legte, ward das ganze Schloß von der schönen Arbeit und denvielen Edelsteinen beleuchtet, und Jedermann, der es sah, war höchst erstaunt. Auch diePrinzessin bewunderte das Kleid und fand, daß es gar nicht zu schätzen war. Sie sagtezur Alten: „O Amme, ist dieses Kleid von Demselben, bei dem du das erste kauftest,oder von einem Andern!" — „Es ist von Demselben." — „Ist dieser Kaufmann ausunsrer Stadt oder aus einer fremden?" — „Meine Gebieterin, er ist ein Fremderund wohnt erst seit kurzer Zeit hier." Die Prinzessin sprach: „Es ist merkwürdig,
daß diese beiden Kleider, für die sich gar kein Werth angeben läßt, von einem Kaufmannsind; wie reich muß der wohl seyn! Ich habe in meinem Leben nichts Schöneresgesehen. Was verlangt er dafür?" Die Alte antwortete: „Er gab es mir mit denWorten: Das ist ein Geschenk, das ich der Prinzessin mache; es ziemt nur ihr. Auchgab er mir das Geld für das erste Kleid zurück und schwur, er werde es nicht nehmen:wolle es die Prinzessin nicht, so möge ich es behalten." Da sagte die Prinzessin: „Das