Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
388
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Z88 Dreihundert und nrunundsechzigste Nacht.

Als er diese Verse vollendet batte, weinte er heftig vor Liebespein; der Vezierbemerkte es, kam zu ihm und versprach ihm die Erfüllung seiner Wünsche; er unterhieltihn und tröstete ihn die ganze Reise durch, bis ihnen endlich an einem Morgen beiSonnenaufgang die Stadt entgegen leuchtete, die das Ziel ihrer Reise war; der Prinzfreute sich sehr und sprach folgende Verse:

O mein Freund! immer schmachte ich nach meiner Geliebten mitsehnsuchtsvollem Schmerz; ich weine und seufze wie eine Verwaiste, und imDunkeln der Nacht begleite» mich die Tauben. Ans meinen Augen strömenThräncn wie Regen, Tag und Nacht kannst du mich im Meere dieser Thränenschwimmen sehen. Friede sey mit euch, so lange der Zephyr weht, dieTurteltauben seufzen und meine Sehnsucht glüht!"

Als die Sultanin Schehersad diese Worte sprach, bemerkte sie den Anbruch desTages und schloß ihre Erzählung, in welcher sie in der folgenden Nacht fortfuhr: