Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
387
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Dreihundert und nennilndsechzigste Nacht. ZM

sich daher scincm Vater, küßte die Erde vor ihm und sprach:O großer König! ziehenicht in den Krieg mit deinen Tapfer», und verschwende nicht umsonst Leben nnv Güter:ich will suchen, das Mädchen auf eine andere Weise zu gewinnen." Der König abererwiderte:Und was soll ich für dich thun?" Er antwortete:Ich will als Kaufmannzu ihr reisen und suchen, in ihre Nähe zu kommen." Der König antwortete:Wenndu das willst, so nimm mit dir alle Schätze, die du begehrst, nimm auch den Veziermit, daß er dir zum Erlangen deines Zwecks behülflich sey." Der König gab ihmdrcihunderttauscnd Dinar, führte ihn in seine Schatzkammer und ließ ihm für ebensovielMaaren übergeben. Er ging dann zu seiner Mutter; diese gab ihm hunderttausendDinar und für ebensoviel Kleider und Schmuck. Hierauf nahm er von seinen ElternAbschied. Der König ließ seine Maaren auf Kameele laden, und befahl den Dienern,sich als Kauflcute zu kleiven; der Prinz aber reiste mit dem Vezier Tag und Nachtdurch Wüsten und Haiden. Auf der langen Reise nahm seine Liebe immer mehr zu under sprach folgende Verse:

Meine Pein kommt von der Liebe, die immer wächst. Niemand Hilst mirgegen die Gewalt des Schicksals; ich schaue immer zu den Sternen, bis derMorgen naht, in Sehnsucht vertieft, mit brennender Liebesflammc. Doch ichschwöre es, nie will ich aufhören, dich zu lieben, wenn auch der Schmerz meine»

Augenliedcru den Schlaf raubt, wenn auch meine Leiden lange dauern undmeine Geduld immer weniger wird. Ich werde ausharren, o du mein höchstesVerlangen! bis uns Gott vereinigt und alle unsre Feinde und Neider beschämt."