Zgst Dreihundert uud ilrunundfünfzigstc Nacht.
Geschichte des Abul Hassan.
Man erzählt nämlich, daß Harun Arraschid, Gott erbarme sich seiner! einsteine sehr unruhige Nacht hatte; er rief daher Masrur, das Schwert seiner Rache.Als dieser erschien, sagte ihm der Chalis: „Rufe mir den Barmekiden Djafar!" Alsdieser nahte, sprach der Chalis: „Ich bin diese Nacht sehr unruhigen Gemüths, ohne
daß ich weiß, warum, und kann nicht schlafen; wie könnte ich wohl diese Unruhe undQual vertreiben?" Djafar antwortete: „O Fürst der Gläubigen! die Weisen sagen:Frauen besuchen, in's Bad gehen und Sänger hören, vertreibt Kummer und Sorgen."Der Chalis antwortete: „Alles dies habe ich gethan, es half aber nichts; ich schwörez nun bei meinem Vater und bei meinen reinen Ahnen, wenn du meinen Kummer nicht! verscheuchest, so schlage ich dir den Kopf ab!" Djafar sagte: „Nun, Herr, so folge meinem! Rathe! laß uns einen Nachen besteigen und nach einem Orte fahren, Kirn Asserat genannt,! vielleicht werden wir dort etwas Neues sehen oder hören; denn man sagt: durch drei! Dinge kann man den Kummer vertreiben: etwas sehen was man nie gesehen, etwas! hören was man nie gehört, etwas erfahren was man nie erfahren. Vielleicht wird, soGott will! dein Kummer verschwinden. An beiden Ufern sind Fenster und Altane:vielleicht hören wir da etwas, das unser Herz erfreut." Djafars Vorschlag gefiel demChalifen, sie gingen zusammen mit Fadhil, Jshak, Masrur und Abu Nauas,bestiegen einen vergoldeten Kahn und die Schiffleute ruderten dem Orte zu, wohin sie
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