Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
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Uttd

Dreihundert

achtundfünfzigste Nacht.

Als er die Verse vollendet hatte, sagte ihm der König:Bei Gott! du bist einweiser Mann, ihr seyd wahre Liebende und eure Geschichte ist wunderbar." Er erzählteihm dann, wie es Ward gegangen; der Prinz aber fragte:Und wo ist sie?" DerKönig antwortete:Hier bei mir." Als der Prinz dies hörte, weinte er heftig undfiel vor Freude in Ohnmacht. - Der König ließ dann den Kadhi und die Zeugen rufenund den Ehevertrag zwischen dem Prinzen und Ward schreiben. Als dies geschehenwar, gab der König Derbas dem König Schamech Nachricht davon; dieser freutesich sehr und schickte dem König Derbas viel Geld und andere Geschenke, und ließihm sagen:Die Verlobung mag bei dir stattfinden, dio Hochzeit aber soll bei mirmit allem Glanz gefeiert werden!" Als diese Nachricht mit den Geschenken ankam,nahmen der Prinz und Ward Abschied und reisten in ihre Heimath zurück. Als derKönig und der Vezier hörten, daß sie in der Nähe der Stadt waren, gingen sie mitallen Großen des Reichs ihnen entgegen; sie zogen freudig mit einander in die Stadt,und dieser Tag ward unter die glücklichen gerechnet. Der Prinz wohnte zusammen mitWard; es wurde während sieben Tage und Nächte gezecht, und der König machte ihnenviele Geschenke. Als sie allein waren, umarmten sie sich und sprachen von ihrenAbenteuern. Dann recitirte Ward folgende Verse: