Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
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Dreihundert

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vrerun-fÄllszigste Nacht.

Er kam dann an einen dritten Käfig, in welchem eine Nachtigall war, und sprachfolgende Verse:

Deine Stimme ist traurig, doch sie gefällt mir, denn sie gleicht meinenKlagen in der Liebespcin. O Mitleid mit de» Liebenden! wie sehr sind sie inder Nacht von schmerzlicher Sehnsucht geplagt; ihre Nacht kennt keinen Schlaf,und ihnen tagt kein Morgen. Auch wenn sie mir mit dem Bilde der Geliebtennaht, bemächtigt sich meiner eine heftige Pein, Thränen strömen aus meine»

Augen, meine Sehnsucht wird durch die Trennung nur immer heftiger; dieSchätze meiner Geduld sind zerronnen und der allmächtige Gram verzehrt mich.

Wenn das Schicksal gerecht ist, so muß es mich durch die Vereinigung mitmeiner Geliebten selig machen. Ich ziehe meine Kleider vor ihm aus, damitcs sehe, wie mein Körper durch die Trennung abgcnommen."

Als er sich nach diesen Worten umkehrte, sah er endlich noch den schönsten Käfig,in dem eine Ringeltaube war, mit einer Perlenschnur am Halse; sie ist der Sultan

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