Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
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Dreihundert und dreiundfiinfzigste Nacht

Nach Vollendung dieser Verse fiel er wieder in Ohnmacht; er kam dann an einenzweiten Käfig, in dem eine Feldtaube war. Als sie ihn sah, stieg sie nieder auf denBoden und erhob ihre Stimme, als wollte sic sagen:O du, dem immer Dank

gebührt!" Als der Prinz dies hörte, recitirte er folgende Verse:

Die Taube sagte in ihrem Seufzen: O Gott, dem ich in allen

Versuchungen doch danke! vielleicht wirst du in deiner Güte mir zum Lohne fürmeinen Dank Vereinigung gewähren. Vielleicht wird ein trauriger Liebenderkommen, meine Lage sehen und mich zu meinem Weibchen bringen. Währenddie Liebesflammc in meinem Herzen lodert und Thräncn meine Wangenüberströmen, rufe ich aus: Es gibt kein Geschöpf ohne Kummer, und doch gibt

mir dies keinen Trost in meinem Leiden. Ich gelobe zu Gott, wenn meinSchicksal mich mit meiner Herrin vereint. Alles, was ich besitze, mit denLiebenden, meinen Glaubensgenossen, zu thcilen, die Vögel zu befreien ausihren Gefängnissen und ihre Trauer in Freude zu verwandeln."

Schehersad wollte fortfahren, aber der Tag brach an und hinderte sie. Diedarauf folgende Nacht fuhr sie fort: