NNd
Dreihundert
UM
LS,"»''
MM
einundfünfzigste Nacht.
Teine Thräuen flössen so lange, bis er nichts mehr von sich wußte. Als er wiederzu sich kam, fürchtete er sich vor wilden Thieren und stieg auf eine Anhöhe, wo er eineHöhle sah, auf die er zuging. Auf einmal hörte er eine Menschenstimme, die voneinem Eremiten herrührte, der allein in dieser Höhle fern von allem Weltlichen nurdem Gottesdienste lebte. Er klopfte an die Thüre, erhielt aber keine Antwort; dasetzte er sich an die Thüre der Höhle und blieb drei Tage daselbst sitzen; der Eremitkam aber nicht heraus. Er recitirte dann folgende Verse:
»Wie kann ich nach so vielen Qnalen »nd Schmerzen mein Ziel erreichen?
Allerlei Schrecken haben mein Herz verdorrt und meine» Kopf verwüstet, denschon Zeit und Liebe gebleicht. Wie viele Schmerzen mußte ich bis jetzt ertragen,gleich als wäre von dem Allmächtigen alles Leid über mich verhängt. Niemandsteht in meiner Liebe mir bei; Niemand lindert den Brand meiner Mattigkeit.
Wo bleibt das Mitleid mit einem hoffnungslosen Liebenden, der den Kelch derTrennung trinken mußte? Heiß glüht die Flamme in meinem Innern, und