Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
329
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Dreihundert und fünfzigste Nacht. JA)

sich verloren, dachte er, sie haben sich hier eingeschifft, nnd alle seine Hoffnungverschwand; er seufzte und weinte. In seinem Kummer sprach er folgende Nerse:

»Hier ist das Ufer des Grabes, und mir bleibt wenig Hoffnung, denn wirkönnte ich über das furchtbare Meer zu ihnen fliehe»? Wie soll ich standhaftbleiben? Mein Innerstes ist vor Liebe zerknirscht, und der Schlaf in Wachenverwandelt. Von dem Tage an, wo sic von der Hciniath schied, brennt eineHelle Flamme in meinem Herzen; meine Thräne» fließen wie Sichum, Djichnnund Euphrat, wie der Nil nach Regengüssen und den vielen Quellen undBächen, die in ihn fließen. Die vielen Thräncn haben mein Auge verwundetund das Herz mit glühenden Kohlen verbrannt. Die Truppen meines Dascpnssind von Sehnsucht zerschlagen, nnd das Heer meiner Geduld hat zersprengtmir den Rücken zugcwandt. Zch hätte mein Leben daran gesetzt, eine andereGeliebte zu finden, doch war mein Leben dadurch in keiner großen Gefahr, dennaußer ihr kann ich keine Andere lieben. Eher nehme mir Gott die Angen, diediese Schönheit gesehen, die den Mond überstrahlt. Ihre weiten Augen habenmich mit Liebe erfüllt, ihre scharfen Pfeile haben mein Herz verwundet. Ihrzarter Wuchs, der sanft sich bewegt wie die Zweige des Ban am Morgen, Haimich verführt. Ich sehne mich »ach Vereinigung, um meine Liebe zu stillen undGram und Sorgen zu vertreiben. Durch einen einzigen ihrer Blicke bi» ichMorgens und Abends einem Verrückten gleich geworden."

Schehersad hielt inne, um die folgende Nacht fortzufahren:

Tauflnd und kjne Nacht. II.

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