Z2-1 Dreihundert und lichtundvierzigste Nacht.
um ein Rettungsmittel anflehen." Endlich beschlossen sie, auf dem Berge Thakla, worüberan seinem Orte, so Gott will, Mchreres, der auf einer Insel mitten im Meere Kanuslag und unzugänglich war, ihrer Tochter ein festes Schloß bauen zu lassen, siedorthin zu bringen mit Allem, was sie brauchen würde, und ihr auch eine Gesellschafterinmitzugeben. Der Vezier schickte hierauf Architekten und Feldmesser nach dem Berge undbefahl ihnen, ein hohes, schönes Schloß zu bauen, was sie auch thaten. Und als nacheinem Jahre der Bau und alle nöthige Vorkehrungen vollendet, auch Lebensmittel inMenge vorhanden waren, ging der Vezier in der Nacht zu seiner Tochter. Sie kamihm entgegen und küßte seine Hände. Er setzte sich und sagte ihr: „Meine Tochter!mache dich reisefertig." Sie fragte: „Wohin?" Er aber antwortete: „Zu einer
Lustrcise, so Gott will." Sie wollte in der nächsten Nacht abreisen, ihr Vater aber
zwang sie, sich sogleich bereit zu halten. Als sie aus dem Zimmer ging und die vielenVorbereitungen zur Reise sah, brach ihr Herz wegen der Trennung vom Geliebten; sieweinte heftig, nahm Dinte und Papier und schrieb an der Thürschwelle folgende Verse,durch die sie den Prinzen von ihrem Unfall in Kenntniß setzte: