Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Dreihundert nnd dreimidmerzrgste Nacht.

^1-ährend der Chalis so am Grabe schlief und die Veziere nnd Großen alle nachHause gegangen waren, saßen zwei Sklavinnen bei ihm, eine zu Kopse und eine zuFüßen. Wie er erwachte und die Augen öffnete, hörte er, wie eine Sklavin zur andernsagte:Wehe dir, Chisaran!" Diese erwiderte:Was ist, Kadhib?" Sie sagte:Unser Herr weiß nicht, was vorgefallen; er wacht hier an einem Grabe, in dem nureine hölzerne Figur liegt, die ein Schreiner gemacht." Chisaran fragte:Und wasist denn aus Kut Alkulub geworden?" Kadhib antwortete:Wisse, die FrauSubcida hat ihr durch eine Sklavin einen Schlaftrank geschickt, und als dieser wirkte,hat sie sie in eine Kiste gelegt und durch Sawab und Kasur in ein Grabmal werfenlassen." Da sagte Chisaran:Kut Alkulub ist also nicht gestorben?" Jeneantwortete:Nein, bei Gott! sie ist dem Tode entronnen; ich habe gehört, wie dieFrau Subeida gesagt hat, sie wohne schon seit vier Monaten bei einem jungen KaufmanneGH an ein, der Damastener genannt, während unser Herr hier für Nichts seine Nächtedurchweinte." Als die Sklavinnen ihr Gespräch, das der Chalis angchört hatte,vollendeten, und er daraus die wahre Geschichte erfuhr, und wußte, daß dieses Grabnur zum Scheine und zum Betrug hier war, erzürnte er sich sehr und ging zu denGroßen seines Reiches. Auf dem Wege dahin begegnete er seinem Vezier Djafar,