Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
295
Einzelbild herunterladen
 

Dreihundert und vierzigste Nicht.

von mir! sey frei im Angesichte Gottes! Ich sagte ihm: Bei Gott! ich nehme deineFreiheit nicht an, bis das Jahr zu Ende ist und ich die andere Hälfte gelogen habe.Wenn die Lüge ganz ist, dann kannst du mich auf dem Markte mit meinemFehler verkaufen, so wie du mich gekauft hast, denn ich treibe kein Handwerk, vondem ich mich ernähren kann, und das, was ich dir hier sage, ist ganz dem Gesetzegemäß.

Während wir so sprachen kamen das ganze Volk und alle Leute aus dem Quartiere,Männer und Weiber, zuletzt auch der Polizeioberste mit seinen Leuten; mein Herrund die übrigen Kaufleute gingen zu ihm, erzählten ihm die Geschichte und sagten ihm,das sey nur eine halbe Lüge; wie sie das hörten, verwunderten sie sich über die Größederselben, verfluchten und schimpften mich; ich aber lachte und sagte: Wie kann meinHerr mir etwas thun, da er mich mit diesem Fehler gekauft? Als nun derselbe in seinHaus kam und es ganz verwüstet fand, denn ich hatte das Meiste und Beste zerstörtund so viel zerbrochen, daß es ein ganzes Vermögen ausmacht, und ebenso seine Frau, dasagte ihm diese: Kafur hat alles Geschirr und alle chinesische Gefäße zerbrochen! SeinZorn nahm zu, er schlug die Hände zusammen und sagte: Bei Gott! in meinem Lebenhabe ich keinen größeren Schurken, wie dieser Sklave ist, gesehen, und noch behauptet er,das sey nur eine halbe Lüge; wie muß erst eine ganze seyn? Damit würde er eineoder zwei Städte zu Grunde richten. Er ging dann im heftigsten Zorn zum Polizeiobersten,dieser ließ mich eine saubere Bastonade verschlucken, so daß ich das Bewußtseyn verlor.

-"i-?