Dreihundert und fünfunddreißigste Nacht. 277
Jedermann wunderte sich über die Schönheit und Anmuth, die er sich so schnell zueigen gemacht hatte. Als ihn der alte Diener sah, der ihm die hundert Dinar gegeben,welche die Ursache seines Glücks waren, ging er zum Chalifen und sagte: „O Fürstder Gläubigen! Der Fischer Chalif ist König geworden; er hat ein Kleid an, dastausend Dinar werth ist."
Der Chalif ließ ihn zu sich bringen, und erlaubte ihm zu sprechen, als er nähergekommen war. Der Fischer hob an: „Friede sey mit dir, o Fürst der Gläubigen
und Stellvertreter des Herrn der Welten! Beschützer des Glaubens! Der erhabeneGott gebe deinen Tagen eine lange Dauer, mache deine Beschlüsse geehrt und erhebedeinen Rang aus die höchste Stufe!" Der Chalif sah ihn, erstaunt über die schnelleVeränderung, die mit ihm vorgegangen, an und sprach: „Sage mir, Chalif, woherhast du das Kleid, das du trägst?" Er antwortete: „Aus meinem Hause, o Fürst derGläubigen!" Der Chalif fragte: „Hast du ein Haus?" Er antwortete: „Ja, undsey du heute mein Gast, o Fürst der Gläubigen!" Der Chalif fragte: „Ich allein odermit den Meiuigen?" Er antwortete: „Du und wer noch von den Deinigen will."Bei diesen Worten wandte sich Djafar zu ihm und sagte: „Wir werden heute Nachtdeine Gäste seyn." Chalif küßte dann die Erde wieder, bestieg seinen Maulesel undhatte viele Mamelucken zu Gefolge. Der Chalif war darüber erstaunt und sagte:„O Djafar! sieh einmal Chalif an mit seinem Maulesel, seinem Anzug, seinen