Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
275
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Dreihundert und vierunddreißigste Mehr.

entrissen sie ihn Chalifs Händen wieder. Da kehrte ihm der Berstand zurück, unddie Leute merkten, daß er nicht aus Bosheit so gehandelt hatte. Sie bedienten ihndaher immerfort, bis der Herr Ab ul Hassan mit einem kostbaren Anzug kam, den erihm ankleidete; er brachte hierauf einen gut gesattelten Maulesel, nahm seine Hand,führte ihn aus dem Bad und sagte ihm:Besteige nun diesen Maulesel!" Chalifsagte:Wie soll ich reiten? ich fürchte, er wird mich heruntcrwerfen und mir dieRippen im Leibe zerbrechen." Doch nach vieler Mühe und Anstrengung bestieg er denMaulesel, und sie ritten zusammen nach dem Orte, den Jbu Alukab ihnen hergerichtct hatte.

Als Chalif hinkam, sah er Kut Alkulub dasitzen von Gefolge und Dienernumgeben. An der Thüre stand ein Pförtner mit einem Stock in der Hand. Als erChalif sah, sprang er auf, küßte ihm die Hand und ging vor ihm her bis in's Inneredes Saales. Hier sah Chalif so viel Schönes, daß er fast den Verstand verlor undihm das Sehen verging.

Das Gefolge und die Diener küßten-ihm die Hand und sagten:Wohl bekommedas Bad!" Als er in die Nähe Kut Alkuluds kam, stand sie vor ihm auf, nahmihn an der Hand und führte ihn auf einen hohen Divan. Dann brachte sie ihm einSchüsselchen voll Zuckerwasser mit Rosenwasser vermischt, das er nahm und bis auf denletzten Tropfen austrank; dann streckte er den Finger aus und leckte es noch aus. Siehielt ihn davon ab und sagte:Das ist eine Schande." Er aber sagte:Schweige doch!das ist guter Honig!" Sie lachte über ihn, ließ ihm einen Tisch mit Speisen ver-stellen, und er bis er satt war.

Schehersad brach ab und fuhr die kommende Nacht, wie folgt, fort: