Dreihundert und zweinnddreißigste Nacht.
Äls er das Kleid an Chalif sab, fragte er ihn: „Wie alt bist du?" Chaliferwiderte: „Fragst du mich so, weil ich so klein bin?" Der Schneider fragte abermals:„Woher hast du dieses Kleid, das du so schlecht zugerichtet?" Chalif antwortete:„Von meinem jungen Trompeter." Er ging dann an die Thiire und sah den Dienerbetrübt mit den zwei Fischen dasitzen. Chalif sagte ihm: „Gib mir die hundert
Dinar, mein Onkel!" Er antwortete: „Bei meinem Haupte! Chalif, du sollst siehaben." Da kam Djafar heraus, sah den Diener mit Chalif sprechen und hörteChalifs Forderung. Djafar ging hierauf wieder zum Chalifeu und sagte ihm:„Beherrscher der Gläubigen! dein Lehrer, der Fischer, will vom alten Diener hundertDinar haben." Der Chalif sagte: „Bring ihn herein!" Djafar antwortete: „Ich gehorche,"ging wieder hinaus und sagte dem Fischer: „Chalif, dein Junge, der Trompeter, istRichter." Djafar ging vor ihm her, und Chalif folgte ihm in's Schloß. Dortsah er, wie der Chalif auf.drei Papiere schrieb und sie vor sich hinlegte. Er fragteden Chalifcn: „Hast du dein Trompeterhandwcrk aufgcgebcn und bist ein Astrolog
geworden?" Der Chalif erwiderte: „Nimm hier ein Blatt!" Der Chalif hatte nämlichauf ein Blatt geschrieben, er solle einen Dinar erhalten, auf ein andres Blatt hundert