Dreihundert und dreißigste Aacht. 261
Chalifen von seinen Kleidern sprechen hörte, dachte er: der hat gewiß aus Scherzmeine Kleider genommen. Er ging von der Anhöhe herunter und sagte dem Chalifen:„Ich dachte mir wohl, daß du Scherz mit mir treibest, denn ich habe gesehen, wie dumeine Kleider genommen hast." Der Chalif mußte heftig lachen und sagte: „Was fürKleider hast du verloren? ich weiß nichts von dem, was du sagst." Chalif erwiderte:„Bei dem erhabenen Gott! wenn du meine Kleider nicht herbeischaffst, so zerbreche ichdeine Glieder mit diesem Stocke!" denn er trug immer einen Stock bei sich. Der Chalifsagte: „Bei Gott! ich habe die Kleider, von denen du sprichst, nicht gesehen." Chalifentgegnete: „Ich werde mit dir gehen und mir das Haus merken, wo du hingehst, unddich beim Polizeiobersten verklagen; du sollst ein andermal nicht mehr so mit mirspaßen. Bei Gott! es hat kein Andrer als du mein Oberkleid und meinen Turbangenommen, und wenn du sie mir nicht sogleich wieder gibst, so werfe ich dich vondeinem Esel herunter und falle über deinen Kopf mit diesem Stocke her, bis ich dichregungslos auf dem Platze lasse!" Er packte sogleich den Esel am Zaum, so daß er sich
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aus die Hinterbeine stellte. Der Chalif dachte: „In welches Unheil bin ich hier mitdiesem Wahnsinnigen gestürzt." Hierauf zog er seine Kleider, die hundert Dinarwerth waren, aus und sagte: „Nimm dieses Oberkleid statt des deinigen!" Chalifnahm es und zog es an; da es ihm aber zu lang war, schnitt er es unter den Knienab und machte sich aus dem abgeschnittenen Stücke einen Turban. Als das geschehen