Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
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Dreihundert und neunnndzwanzigste Nacht.

(§r dachte: Der Chalif, Beherrscher der Gläubigen, wird gewiß bören, daß ichGold habe, und zu Djafar sagen: Geh zum Fischer Chalif und fordre von ihmeinige Dinar! gebe ich sie ihm, wird es mir wehe thun, gebe ich sie nicht, wird er michzüchtigen lassen; doch ich will das lieber ertragen, als ihm mein Geld geben; ich willeinmal sehen, ob meine Haut Schläge aushalten kann. Er nahm dann eine Matrosenpeitsche,hundertundsechzigfach geflochten, und schlug sich immerfort, bis er an allen Seiten blutete, undschrie dabei:O Muselmänner! ich bin ein armer Mann! wo soll ich das Geld hernehmen?geht zu den Leuten, die Etwas besitzen!" Als er so schrie, hörten ihn seine Nachbarnund glaubten, es seyen Diebe, die ihn so prügelten, um Geld von ihm zu erpressen,und er rufe um Hülfe. Die Leute versammelten sich und stiegen von der Terrasseherunter mit Waffen in der Hand. Da Chalif sein Gemach verschlossen hatte undimmerfort um Hülfe schrie, stürmten sie die Thüre, gingen zu ihm und fanden ihnnackt, mit entblößtem Haupte blutend daliegen. Sie fragten:Was ist das für einZustand? bist du von Sinnen gekommen diese Nacht?" Er antwortete:Nein, sondernich habe Gold und fürchtete, der Chalif möchte von mir fordern lassen, und da ichnicht gerne etwas hergebe und er dann mich foltern lassen wird, so wollte ich sehen,