Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
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Dreihundert und einundzwanzig st e Nacht.

§)awlet Chat uns Mutter ging tu den Garten und zündete Räucherwerk an;nach einer guten Weile kamen die Ersehnten alle in den Garten und schlugen ihreZelte da auf. Dawlet Chat uns Mutter unterhielt sich mit Badiald JamalsMutter und erzählte ihr die glückliche Rückkehr ihrer Tochter; diese aber freute sich,ihre Schwester Badiald Jamal zu sehen. Sie waren Beide glücklich im Wiedersehen;es wurden Tische gedeckt und köstliche Speisen zubereitet. Dawlet Chatun saß alleinauf einem Throne mit Badiald Jamal; sie aßen und tranken, und ihre Heiterkeitwuchs; Dawlet Chatun aber sprach:O meine Schwester! wie unfreundlich ist dieTrennung und wie schön das Wiedersehen, ganz wie der Dichter sagt:

Der Trennungstag hat mein Herz zerschnitten, Gott zerschneide das Herzdes Trcnnungstagcs; hätte uns die Trennung möglich geschienen, so hätten wirsie nicht mit dem Tode vertauscht!"

Dann fuhr sie fort:Ich war viele Jahre lang allein in einem festen Schlosse undweinte Tag und Nacht, alle meine Gedanken waren bei dir, meiner Mutter, meinemVater und allen den Meinigen; nunmehr seyd ihr mir, gelobt sey Gott, Alle wieder