Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
230
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2Z0 Dreihundert und zwanzigste Nacht.

Thüre der Höhle und fühlte meine Beine an; da er mich aber sehr mager undabgezehrt fand, wandte er sich zu einem Andern, der fetter war, schlachtete drei Schafe,brachte einen Spieß, an dem er sie zusammen bratete, und sie; zuletzt nahm er einenTopf mit Wein, trank ihn aus, legte sich auf's Gesicht und schnarchte. Als ich dies sah,dachte ich bei mir: wie kann ich ihn umbringen? In dem Augenblick bemerkte ich zweieiserne Spieße am Feuer, die davon glühend wie feurige Kohlen waren. Ich machte michrüstig auf, nahm die beiden Spieße vom Feuer und stieß sie mit aller Kraft in seineAugen. Aus Liebe zum Leben sprang er schnell aus und wollte mich festhalten, ich aberentfloh mitten in die Höhle. Er lief mir nach, am Ende wußte ich nicht, wie ich ihmentrinnen sollte, denn die Höhle war mit einem Steine verschlossen; da fragte ich dieanwesenden Blinden:Was soll ich gegen diesen Verruchten anfangen?" Einer vonihnen erwiderte:Spring aus dies Fenster, dort findest du ein kupfernes Schwert;nimm es und wir wollen dir dann sagen, was du damit thun sollst; schlag' ihn nurdamit auf die Mitte des Leibes, so wird er sogleich sterben." Ich sprang, gestärkt durchdie Macht und Größe Gottes, auf's Fenster, nahm das Schwert, sprang wieder herunter,und ging auf ihn zu. Das Verfolgen hatte ihn jedoch schon sehr ermüdet. Da erkeine Augen mehr hatte, so tappte er wild herum und drohte Allem mit dem Tode,was in seine Hände fallen würde. Ich schlug ihn mit dem Schwerte, und er fiel inzwei Stücke gespalten ans den Boden. Er schrie laut auf, und ries:O Mann! tödte