Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
226
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220 Dreihundert und neunzehnte Nacht.

dachten: es wird wohl ein ihm entflohener Mameluck scyn. Sie ergriffen ihn daher,führten ihn in's Gefängniß, fesselten und verließen ihn. Als Seif Almuluk vomSpazierritte in's Schloß zuriickkehrtc, dachte er nicht mehr an Said und an dieMamelucken, die ihn fcstgenommen hatten, so daß Said im Gefängnisse blieb, und! sogar eines Tages mit den übrigen Gefangenen zur Zwangsarbeit geschickt wurde.! Said machte sich über diese schändliche Behandlung allerhand Gedanken. Seif! Almuluk war unterdessen mit Ergötzlichkeiten beschäftigt, bis er sich eines Tagesseiner erinnerte und die Mamelucken fragte:Wo ist der, den ihr mit euch genommen

habt?" Sie antworteten:Hast du uns nicht geheißen, ihn in's Gefängniß zu führen?"Seif Almuluk versetzte:Mein Wille war bloß, daß ihr ihn in's Schloß bringet."Es wurden sogleich einige Begleiter abgeschickt, die Said gefesselt vor Seif Almulukbrachten. Dieser sagte ihm:Junger Mann, aus welchem Lande bist du?" Er

antwortete:Ich bin aus Egypten und heiße Said, Sohn des Veziers Fares."

Als Seif Almuluk dies hörte, sprang er vom Throne herunter, fiel Said um denHals und weinte heftig vor Freude. Dann sagte er:O mein Bruder! o Said! du

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lebst und ich sehe dich wieder; ich bin dein Bruder Seif Almuluk, Sohn des KönigsAssem!" Sie hielten sich eine Weile umschlungen und weinten, die Mamelucken abersahen erstaunt zu. Dann ließ Seif Almuluk Said in's Bad bringen und ihmkostbare Kleider anlegen. Als dies geschehen war, brachte man ihn in den Divan zu