Dreihundert
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neunzehnte Nacht.
Der König sprach weiter zu Seif Almuluk: „Mein Wunsch ist, daß du a»meiner Stelle den Thron besteigest und über Indien herrschest; ich schenke dir meinReich, meine Schätze, meine Diener und Alles, was ich besitze." Seif Almulukverbeugte sich, küßte dankbar die Erde vor ihm und sagte: „O König der Erde! essey, als habe ich Alles von dir angenommen und dir es dann wieder zurückgegeben;denn, Herr, ich strebe weder nach einem Königreiche noch nach Herrschermacht: meineinziger Wunsch vor Gott ist, daß er mich zu meinem Ziele gelangen lasse." Der
König sprach dann zu seinen Leuten: „Alle meine Schätze gehören Seif Almuluk,gebt ihm was er verlangt, ohne mich deßhalb zu befragen!" Seif Almuluk sagte:„Ich möchte mich einmal in der Stadt umstehen, auf den Plätzen und Märkten." Alsder König dies hörte, ließ er das schönste Pferd, was er besaß, satteln und SeifAlmuluk vorführen, der darauf in die Stadt ritt und die Bazare durchzog. Er sahdaselbst einen jungen Mann mit einem Kleide in der Hand, das er um fünfzehn Dinarausrief. Er glich seinem Bruder Said sehr, ja er war es selbst, nur erkannte ihnSeif Almuluk nicht, weil seine Züge durch die lange Trennung und große Reiseetwas verändert waren. Er rief seinen Mamelucken zu: „Ergreift diesen jungenMann, führt ihn in's Schloß und bewahrt ihn daselbst, bis ich von meinem Spazierrittezurückkehre!" Diese glaubten, er habe gesagt: Führt ihn in's Gefängniß! und
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