Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
218
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218 Dreihundert und sechzehnte Nacht.

Sie antwortete:Ich habe oft darnach gefragt und er wollte mir es nicht sagen, bis

ich eines Tages in ihn drang, worüber er böse ward und mir sagte: Wie lange

wirst du noch nach meinem Geiste fragen? Was hast du mit meinem Geiste zuschaffen? Meine Antwort war: Bleibt mir außer dir noch sonst Jemand übrig?Befinde ich mich nicht wohl für mein ganzes Leben? Meine Seele liebt ja die deinige,und wenn ich nicht für dein Leben wache und es in das Schwarze meines Auges setze,was soll aus dein meinigen werden, wenn du nicht mehr bist? Laß mich nundeinen Geist kennen, damit ich ihn wie dieses Auge hier bewahre! Hierauf sagte er mir:Seit meiner Geburt haben mir die Sterndeuter gesagt, mein Geist werde durch dieHand eines menschlichen Prinzen vernichtet werden, darum nahm ich ihn, legte ihn inden Kropf eines Sperlings, sperrte diesen in eine Büchse und die Büchse in siebenSchachteln, die Schachteln in sieben Kisten, die Kisten in einen marmornen Behälter,und diesen begrub ich an der Küste dieses Meeres, das von jedem Lande entfernt ist,und wohin kein Mensch kommen kann. Ich wiederhole dir aber: sage es Niemand,cs bleib' ein Geheimniß zwischen dir und mir! Ich antwortete ihm: Wer kommt denn

zu mir oder sieht mich außer dir, daß ich's ihm sagen sollte? Dann fuhr ich fort:

Bei Gott! du hast deinen Geist an einen vortrefflichen Ort gelegt, wohin außer dirNiemand gelangen kann; denn wie sollte jener Mensch (der Prinz) oder irgend Jemanddenselben entdecken können? Hierauf antwortete er: Der Prinz soll einen von

Salomons Ringen, Friede sey mit ihm! am Finger haben; wenn er denselben auf die

Oberfläche des Wassers und seine Hand darauf legt und spricht: Bei diesem Namen!

du Seele jenes Geistes, komm herauf! so soll, wie mir die Sterndeuter sagten, dermarmorne Sarg von selbst in die Höhe sich heben und sammt den Kisten undSchachteln in Stücke gehen. Mit diesem Zeichen wird der Sperling aus der Büchsehervorkommen und alsdann erwürgt werden. Ich aber muß dann sterben."

Schehersad schloß mit diesen Worten und fuhr die folgende Nacht fort: