Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
181
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Dreihundert und erste Nacht.

als Zeichen der Niederkunft mit den Hebammen und den Dienern verabredet. Als dieZeit herannahte, wurde dasselbe gegeben; der Knabe aber, der zur Welt kam, glich demaufgehenden Monde. Da fingen nun Alle an, ihre Berechnungen zu machen über dieZeit der Schwangerschaft und die Geburt, und trugen es in die Chronik ein. Dann

standen sie auf, küßte» die Erde und sagten dem König Assem:Der Stern diesesKindes ist ein glücklicher, und die Zeit seiner Geburt.ist eine gesegnete, doch wird ihmin seiner Jugend Manches zustoßen, das wir dem König nicht gerne mittheilen." DerKönig sprach:Redet und fürchtet euch nicht!" Sie fuhren dann fort:O Herr!er wird dieses Land verlassen und in die Fremde reisen, wird Schiffbruch leiden undin Gefangenschaft gerathen, und viele Noth und Gefahr auszustehcn haben; doch wirder zuletzt Alles überwinden und am Ziele anlangen. Die Tage seines übrigen Lebens

werden jedoch angenehm seyn, er wird seinen Feinden Trotz bieten und über Länder

und Völker herrschen." Als der König die Worte der Sterndeuter hörte, sprach er:Ihr weissagt so Schlimmes nicht; denn, was der erhabene Gott über den Menschenbestimmt, das muß geschehen, und der Mensch kann nichts daran ändern. DerAllmächtige sey gepriesen! denn er wird uns, bis mein Sohn seine Prüfungszeit der

Leiden antritt, tausend Freuden an ihm erleben lassen." Er dachte weiter nicht mehr

an das, was sie gesagt, beschenkte sie reichlich und sie verließen den Hof. Da kam