Juieihundert und neunundneunzigste Nacht.
Nachdem der König Salomon geendet hatte, sprach der Vezier Fares: „OProphet Gottes! das ist Alles wirklich wahr; als ich aber mit dem König von dieserSache sprach, war Niemand anwesend; wer kann dir wohl das Alles berichtet haben?"Salomon antwortete: „Der Herr, der da weiß, was offenbar und was verborgenist." Da sagte der Vezier: „O Prophet Gottes! das muß ein großer, mächtiger Herrsepn;" und hierauf wurden der Vezier und alle Leute, die mit ihm waren, Muselmänner. *Dann sagte Salomon, Sohn Davids: „Hast du nicht Geschenke bei dir?" undbezeichnet sie; der Vezier antwortete: „Ja, großmächtiger König!" Da sagte Salomon:„Ich nehme Alles an und schenke es dir." Dann fuhr er fort: „Geh jetzt, Vezier! ruhedich diese Nacht recht aus, denn du bist noch müde von der Reise. Morgen, so Gottwill, wird Alles gut gehen und deine Angelegenheit wird bestens besorgt werden nachdem Willen des Herrn des Himmels und dessen, der das Licht nach der Dunkelheitschuf." Der Vezier ging dann in seine Wohnung und dachte die ganze Nacht überunfern Herrn Salomon nach. Als der Morgen anbrach, stand er auf und ging zuSalomon, der so zu ihm sprach: „Wenn du zum König Assem kommst und ihrBeide beisammen seyd, so nehmet Bogen, Pfeil und Schwert und geht nach einemOrte, den ich dir näher bezeichnen werde; dort findet ihr einen Baum, den besteiget,
' Man muß hier Muselmann nicht mit Mahomcdancr verwechseln; die Araber glauben, daß allefrüher« Propheten Muselmänner waren, d. h. Gott ergebene Leute von Islam (ss i-esiKiie,-).