Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
175
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Zweihundert und iicunundneunzigste Nacht. s/g

ihr werdet dann zwei Schlangen unter dem Baume hervorkriechen sehen, die Eine wirdeinen Kopf haben, so groß wie eine Kuh, und die andere den Kopf eines Geistes,Beide aber werden goldene Ketten um den Hals tragen; sobald ihr diese Schlangensehet, werft die Pfeile nach ihnen und tödtet sie; dann schneidet Fleisch von der Längeeiner Spanne aus ihren Köpfen, und eben so viel von ihren Schwänzen; ans demübrigen Fleische lasset Gebackenes machen und gebt es euren Weibern zu essen: dannschlaft jene Nacht bei ihnen, und sie werden mit Erlaubniß des erhabenen Gottes mitzwei Söhnen schwanger werden." Der Prophet Salomon, Friede sey mit ihm!

ließ hierauf einen Siegelring, ein Schwert und ein Kästchen, nebst einem mit Goldverzierten Kleide, herbeibringen und sprach:Vezier! wenn die Kinder groß sind, so

gebt Jedem eines davon!" Er fügte hinzu:Nun, Vezier! Gott wird euern Wünschen

willfahren, du hast nicht nöthig, länger hier zu bleiben, reise mit dem Segen Gottes,denn der König Assem erwartet deine Ankunft Tag und Nacht, und seine Augen sindstets nach dem Wege gerichtet, den du kommen sollst." Der Vezier Fares nahm jetztvon Salomon Abschied und reiste vergnügt ab, weil er seine Angelegenheiten so gutbesorgt hatte. Er reiste Tag und Nacht, bis er in die Nähe der Hauptstadtseines Königs kam; da schickte er einige seiner Diener voraus, um dem König seineAnkunft zu melden. Als der König diese Nachricht empfing, freute er sich mit den

Vornehmsten seines Reichs sehr darüber und zog dem Vezier entgegen. Als sie einander

begegneten, stieg der Vezier vom Pferde, küßte Hand und Fuß des Königs und