Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
158
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158 Zweihundert und zweiundneunzigste Nacht.

saß und weinte; als diese die Alte nahen sah, schrie sie aus und sagte zu ihr:Sieheinmal, was mir geschehen! Abul Hassan ist todt und hat mich allein gelassen!"Sie jammerte dann fort, zerriß ihre Kleider und fügte hinzu:O wie lieb und guter war!" Die Alte sagte:Es ist wahr, du hast ein Recht zu jammern, da ihr aneinander gewöhnt wäret." Dann erzählte die Alte, was Masrur dem Chalifen undder Frau Subeida berichtet, und wie Masrur dadurch zwischen dem Chalifen und derFrau Subeida Uneinigkeit gestiftet. Nashat Alfuad fragte:Welche Uneinigkeit,meine Mutter?" Die Alte antwortete:O meine Tochter! Masrur ist zum Chalifenund der Frau Subeida gekommen und hat ihnen gesagt, du seyest gestorben; AbulHassan aber sey wohl auf." Nashat Alfuad sagte:O meine Tante! ich war jaeben bei meiner Gebieterin und sie hat mir hundert Dinar und ein Stück Seidenzeuggegeben. Sieh nun, in welchem Zustande ich bin, wie einsam und verlassen! ich weißnicht, was ich anfangen soll; o wäre ich doch gestorben und lebte dafür er noch!" Sieweinte dann und die Alte weinte mit ihr. Dann trat die Alte näher und deckte AbulHassans Gesicht auf. Sie sah seine Augen verbunden und davon sein Gesichtaufgedunsen; sie deckte ihn wieder zu und sagte:In der That, Abul Hassan ist

dir vorangegangen!" Sie tröstete sie noch und ging wieder zur Frau Subeida underzählte ihr, was sie gesehen. Die Frau Subeida sagte ihr lächelnd:Erzähle es dem

Chalifen, der behauptet, ich habe wenig Vernunft und Glauben, und der diesenverruchten, lügnerischen Sklaven über mich erhoben hat."

Schehersad bemerkte den Tag und fuhr die folgende Nacht fort: