Iwerhundert und -reiun-achtzigste Nacht.
Äbul Hassan schlief, bis Gott de» Morgen hell leuchten ließ; alö er erwachte, >schrie er: „O Tafacha! o Rache,! o Muska! o Tochfa!" Er schrie so lange, bis ihnseine Mutter hörte, wie er fremden Mädchen zurief. Sie stand aus, ging zu ihm und
sagte: „Der Name Gottes sep mit dir! steh' auf, mein Sohn! O Ab ul Hassan, du
träumst!" Als er seine Augen öffnete und eine alte Frau bei sich sah, hob er dieAugen auf und sagte: „Wer bist du?" Sie aber fragte: „Erkennst du deineMutter nicht?" Er sagte: „Du lügst, ich bin Fürst der Gläubigen, der Chalif Gottes!"Seine Mutter schrie: „Gott erhalte dir deinen Verstand, mein Sohn! schweig, sonst
ist es um unser Leben und dein Vermögen geschehen, wenn Jemand dies hört und esdem Chalifen hinterbringt." Bei diesen Worten erwachte er ganz, erkannte seineMutter und seine Wohnung; er rief nun die Erlebnisse des vergangenen Tages in seinGedächtniß zurück, ohne daß er jedoch mit sich darüber in's Reine kam, und sprach:„Allmächtiger Gott! Mutter! Ich sah mich im Traume im Palast des Chalifen vonSklavinnen und Mamelucken umgeben, habe regiert und Befehle ausgetheilt." Und kurzdarauf sagte er: „Beim allmächtigen Gott, es war doch kein Traum!" Und immer
lebhafter fiel ihm ein, was er gestern erfahren hatte, so daß bald kein Zweifel mehr
an der erlebten Wirklichkeit bei ihm auftauchte. Seine Mutter aber sprach: „MeinSohn! du spielst mit deinem Verstände, du wirst närrisch und gar wahnsinnig werden;