Zweihundert und »ierundlrelirnzigste Nacht.
U3
Siebente und letzte Reise Sindbads.
Als ich von meiner sechsten Reise zurückkcbrtc, gab ich jeden Gedanken aus, michfernerhin vom Hause zu entfernen. In einem Alter, in dem der Körper Rübe verlangt,hatte ich mir überdies vorgenommen, den Gefahren auSzuweichen, denen ich früher nurzn häufig entgegen gegangen mar. Mein einziger Wunsch mar, den Rest meiner Tageruhig verleben zu können. Als ich eines Tags eine Anzahl Freunde bcwirthete,benachrichtigte mich einer meiner Diener, daß ein Offizier des Chalifen mich zu sprechenwünsche. Ich trat von der Tafel ab, ging ihm entgegen und er sprach zu mir: „Der
Chalif hat mir aufgetragen, dir zu sagen, daß er dich sprechen will." Ich folgte demPalastdiencr, der mich dem Prinzen verstellte, zu dessen Füßen ich mich warf. „Sindbad,"sprach er, „ich brauche dich nöthig; du mußt mir einen Gefallen erzeigen und meineAntwort und Geschenke dem Könige von Sercndib bringen. Es ist billig, daß ich ihmdie Artigkeit erwidere, die er mir erwiesen hat."
Der Wunsch des Chalifen war mir Befehl. Ich rüstete mich daher abermals zueiner Reise, ging von Bagdad nach Bassora und fand dort ein großes Schiff, daszum Auslaufen bereit war und auf dem ich mich eiuschiffte.
Schehersad hielt inne, um die folgende Nacht fortzusetzcn:
Tausend und eine Nacht, ll
15