Zweihundert und uierundsiebenzigste Rächt.
Eindbad erzählte weiter: Ich nahm den Brief des Königs von Serendib und
klopfte an das Palastthor des Beherrschers der Gläubigen, des großmächtigen Harunarraschid, gefolgt von einer schönen Sklavin und einigen Gliedern meiner Familie,die Geschenke trugen. Ich sagte den Wachen, was mich herführe, und tvurde sogleichvor den Thron des Chalifen geführt. Ich warf mich vor ihm zur Erde und bat ihnum die Erlaubniß, ihm das Schreiben, dessen Bote ich war, und das Geschenk übergebenzu dürfen. Nachdem er gelesen hatte, fragte er mich, ob der Köpig von Serendib soreich sey, als er schreibe. Ich warf mich zum zweiten Male nieder, stand wieder auf undsprach: „Beherrscher der Gläubigen! Ich kann dir bezeugen, daß er die Macht unddie Reichthiimer, wovon er spricht, nicht übertreibt. Nichts ist bewundernswürdiger, alsdie Pracht seines Palastes und der Glanz der Hecrschaaren, die ihn umgeben." DerChalif schien sehr zufrieden mit meiner Erzählung und entließ mich huldreich mit einemreichen Geschenke.
Sindbad hörte zu erzählen auf und seine Zuhörer zogen sich zurück; der Lastträgererhielt jedoch noch vorher hundert Zechinen. Den folgenden Tag kam die ganzeGesellschaft wieder bei Sindbad dem Seemann zusammen, der ihnen die Geschichteseiner siebenten und letzten Reise erzählte.