Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
75
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Zweihundert und dreiundsechzitzste Aacht. 7g

Ein letztes Mittel der Rettung vor dem Ungeheuer blieb mir noch zu versuchenübrig. Ich suchte eine ziemliche Masse verschiedenes Holz, Baumwurzeln und trockenesGesträuch zusammen, machte daraus mehrere Bündel, die ich zusammenband und in einemgroßen Kreise um den Baum herum ausstellte, überdies deckte ich mich mit mehrerenso zu, daß ich Lust genug behielt und die Schlange meinen Kops nicht erreichenkonnte. Hierauf schlief ich ein, mit dem traurigen Trost, nichts versäumt zu haben, wasmich aus dieser Gefahr retten konnte. Die Schlange kam bald darauf zurück und schlichum den Baum herum, nach Beute lüstern. Sie konnte meiner jedoch nicht habhaftwerden wegen des Walls, der mir zum Schutze diente, und trieb es so bis zum Tagewie die Katze, die eine Maus in einem Loche belagert, dem sie nicht beikommcn kann.Als der Tag nahte, zog sie sich zurück; ich wagte es jedoch noch nicht, mich zu zeigen,bis die Sonne hervortrat.

Ich war so ermüdet von dem, was ich ausgestaudcu hatte, und so angegriffen vomPcstbauche der Schlange, daß ich den.Tod allen diesen Schrecken vorzog. Ich entferntemich von dem Baume und lief, ohne weiter an den Entschluß zu denken, den ich denTag vorher gefaßt hatte, auf das Meer zu, gesonnen, meinem Leben ein Ende zumachen. Dies war jedoch ein Wendepunkt meines Schicksals; denn der große Gott hattees anders mit mir beschlossen. In dem Augenblicke, als ich mich in das Meer stürzenwollte, ließ er ein Schiff erscheinen, das schon ziemlich nahe dem Ufer war. Ich riefaus voller Kehle demselben entgegen und entfaltete die Binde meines Turbans, um eherbemerkt zu werden. Dies war nicht umsonst; denn ich ward sogleich von der ganzenSchiffsmannschaft gesehen und der Capitän sandte mir ein Boot entgegen.

Mit diesen Worten hielt Schehersad inne, und fuhr die darauf folgendeNacht fort: