06 Zweihundert und einundsechzigstc Nacht.
Aus der nämlichen Insel gibt es Rhinoeeros, Thiere, kleiner als der Elephant,aber größer als der Büffel; sie tragen ein anderthalb Fuß langes Horn, das sehr stark und
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in der Mitte durchspalten ist, auf der Nase. Man sicht daraus weiße Umrisse, dieeinen Menschen verstellen. Das Nhinoceros schlägt sich mit dem Elcphanten, durchbohrtihm den Leib mit seinem Horn und trägt ihn auf seinem Kopfe davon; bald jedoch
fließen Fett und Blut des Elephantcn über seine Augen und machen sie blind. Darauf
kommt, was unser Erstaunen noch vermehrt, der Vogel Noch, umfaßt sie beide mit seinenKrallen, um sie in sein Nest zu tragen und seine Jungen damit zu füttern.
Ich übergehe mit Stillschweigen verschiedene andere Eigcnthümlichkeiten dieser Insel,aus Furcht, euch zu langweilen. Ich tauschte daselbst einige der Diamanten gegen
Maaren aus. Von da landeten wir noch an verschiedenen Inseln, woselbst wir Handeltrieben, bis wir nach Bassora und zuletzt nach Bagdad kamen. Dort gab ich den Armenreiches Almosen und lebte ehrenvoll von dem Ungeheuern Vermögen, das ich mir mit soviel Strapazen erworben hatte.
Hiermit schloß Sindbad die Erzählung seiner zweiten Reise. Er gab noch
hundert Zcchincn dem Lastträger und lud ihn auf den folgenden Tag ein, die Erzählungder dritten Reise zu hören.