Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
67
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Zweihundert und einundsechzigste Nacht.

Die Gäste gingen nach Hause und kamen den darauf folgenden Tag um dieselbeStunde; ebenso der Lastträger, der schon sein vergangenes Leid vergessen hatte. Mansetzte sich zn Tische. Sindbad bat, nach genommener Mahlzeit, um Erlaubniß undfuhr fort, wie folgt:

Dritte Reise Sindbads.

Bald hatte ich in dem angenehmen Leben, daS ich jetzt führte, die Erinnerung derGefahren, die ich auf meinen beiden Reisen bestanden hatte, verloren. Auf die Dauerwurde ich jedoch, als Mann in der Blüthe der Jahre, den Müßiggang satt und zoges vor, neuer Gefahr entgegen zu gehen. Abermals reiste ich mit reichen Maaren,die ich nach Bassora bringen ließ, von Bagdad ab und schiffte mich mit mehrerenHandelsleuten ein; wir blieben lange zur See und landeten in verschiedenen Häfen, wowir beträchtlichen Handel trieben.

Eines Tages waren wir auf hoher See, als sich ein furchtbarer Sturm erhob, deruns aus unserer Bahn warf. Er hielt mehrere Tage an und zwang uns, im Haseneiner Insel anzulegen, was unser Capitän sehr gerne vermieden hätte. Als man dieSegel strich, sagte der Capitän zu uns:Diese und einige benachbarten Inseln werdenvon Wilden bewohnt, die ganz haarig sind und uns ermorden werden. Obgleich esnur Zwerge sind, können wir denselben doch keinen Widerstand leisten, weil sie vielzahlreicher als Heuschrecken sind und unfehlbar Alle über uns herfallen würden, wennwir zufällig Einen tödtcten."

Der Tag, der das Gemach von Schahrim erhellte, störte die Erzählung, die amfolgenden Tag fortgesetzt wurde.