Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
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Zweihundert und fünfundfünfzigste Nacht.

>Aerr! Als der verkleidete Prinz das Ohr der Prinzessin losließ, sank sie wieohnmächtig nieder und blieb einige Augenblicke so liegen, dann stand sie auf wie einevom Schlaf Erwachte, und mit täuschend nachgeahmter Ucberraschung näherte sie sichdem König, küßte voll Ehrerbietung seine Hand und sagte:Willkommen, mein Herr undKönig! Ich bin eben so sehr erstaunt als erfreut darüber, daß du deine Sklavin endlicheines Besuches würdigst und ihr Gelegenheit gibst, ihre Dankbarkeit und Huldigung fürdein edles, uneigennütziges Benehmen auszudrücken." Der König flog ihr außer sich vorFreude entgegen, als er diese Worte hörte, welche mit einer entzückend süßen Stimmegesprochen wurden. Ihr anständiges und edles Benehmen gegen ihn, welches so sehr vonihrem bisherigen verschieden war, erfüllte ihn mit Hoffnung ans baldige Erfüllung seinerWünsche. Mit vor Vergnügen glänzendem Gesichte wendete e,r sich dann zu dem Prinzenund sagte:O Astrologe! Du bist der Gelehrteste deiner Zeit und ich kaum reich genug,dich nach Verdienst zu belohnen. Wünsche dir aber etwas, ich gewähre dir deine Bitteim voraus." Der Prinz aber entgegnete mit bescheidener Würde:Herr! Die Zeit

der Wohlthat ist noch nicht da, denn ich fürchte sehr, daß die Krankheit des Mädchensnur augenblicklich gehoben ist und nach kurzer Zeit wieder ausbrechen wird. Darum