Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
924
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92-t Zweihundert und »eunundvierzigste Macht.

wie ihr, noch länger verkannt im Elende bleiben. Fasse Mnth, mein Sohn, ich werdedich und deinen Bruder heimführcn und euch mit eurem Vater versöhnen. Kehre jetztsogleich um und verkündige deinem Bruder meine Ankunft."

Während der König von China an dem Orte, wo ihn Amdjad getroffen hatte,seine Zelte aufschlug, eilte der Prinz Amdjad zu dem König der Magier zurück, derihn voll Ungeduld erwartete. Derselbe war ganz verwundert, als er hörte , daß ein somächtiger Beherrscher, wie der von China, von dem Verlangen nach seiner Tochter beseelt,eine so weite und mühsame Reise unternommen hatte, und sich so nahe an seinerHauptstadt befinde. Er gab sogleich Befehle, ihn standesgemäß zu empfangen, undmachte sich auf, ihn persönlich zu begrüßen. Da erhob sich auf einmal wieder eineStaubwolke, die die ganze Luft verfinsterte. Der König sagte:Dies ist gewiß einsegensreicher Tag; geht und seht, was diese frischen Truppen wollen." Asad undAmdjad gingen hinaus, nachdem sie die zwei ersten Armeen gemustert hatten. Als siedie neuen Truppen sahen, erkannten sie dieselben sogleich für die der Ebenholzinseln mitihrem Vater, dem König Kamr essaman, an der Spitze. Derselbe hatte einen sogroßen Schmerz über ihren Verlust an den Tag gelegt, daß der Emir Djandar ihmendlich entdeckte, wie er ihnen das Leben erhalten, und dies hatte Kamr essamanbewogen, sie aufzusuchen, in welchem Lande sie sich befinden möchten. Der bekümmerteVater umarmte seine beiden Söhne mit Freudethränen, welche reicher Ersatz warenfür die Thränen des Kummers, die er so lange Zeit vergossen hatte. Die Prinzenhatten ihm nicht sobald erzählt, daß der König von China, sein Schwiegervater, andemselben Tage hier angekommcn scy, als er sich unverzüglich mit ihnen und einemkleinen Gefolge aufmachte, ihn in seinem Lager zu besuchen und zu begrüßen. Asadund Amdjad ritten voran zu ihrem Großvater und meldeten ihm die Ankunft ihresVaters. Er bestieg auch ein Pferd, sprengte ihm entgegen und schloß ihn fest in seineArme. Kamr essaman erzählte ihm Alles von Anfang bis zu Ende. Währendsie so beisammen waren, und der König vor freudigem Erstaunen sich kaum fassen konnte,sah man wieder eine Staubwolke, größer noch, als alle vorhergehenden; sie kam von derSeite Persiens her. Der König sprach:Das ist ein wundervoller Tag; gehet und seht,was es gibt!" Asad und Amdjad ritten durch die drei Armeen und erkannten persischeTruppen. Sie ließen sich vor den König an ihrer Spitze führen, neigten ihr Haupt zurErde und fragten nach der Ursache seiner Ankunft. Der Großvezier, der gegenwärtig war,nahm das Wort und sprach:Der König, vor dem ihr steht, ist Schah Seman,König der Kanaricninseln; er hat seinen Sohn Kamr essaman verloren, und sucht