c Aweihundert und »eunundvierzigste Nacht. 92t
I Bahrain neigte den Kopf zur Erde, sprach das Glaubensbekenntniß aus und
ward ein guter Muselmann, auch Ca na ne und die Andern thaten dasselbe und rettetenihr Leben. Da nun Bahrain ein Muselmann geworden war, so wollte Amdjadihm seinen früher erlittenen Verlust ersetzen, und machte ihn zu einem seiner erstenHausbeamten. Als er bald darauf die Geschichte seines Wohlthäters Amdjad undj dessen Bruder Asad erzählen hörte, ging er zu ihnen und sagte: „Prinzen, der erhabene
^ Gott hat mir einen Gedanken eingegeben, dessen Ausführung Ihr nicht bereuen werdet.
Ich will mir ein Schiff ausrüsten und Euch zum König Kamr essaman, EuremVater, zurückführen. Wahrscheinlich," setzte er hinzu, „hat der König Kamr essamannun EurefUnschuld erkannt, und sehnt sich mit Ungeduld, Euch wieder zu sehen. Ist dasaber auch nicht der Fall, so kann man ihn leicht davon überzeugen, ehe Ihr Euch
^ ausschiffet; sollte er aber, trotz allen diesen Beweisen Eurer Unschuld und Tugend auf
seinem ungerechten Haß gegen Euch beharren, so habt Ihr ja nichts verloren, als dieZeit zur Hin- und Herreise." Die beiden Brüder gingen freudig auf BahramsVorschlag ein; sie eröffnten ihren Entschluß dem König, der ihn ebenfalls billigte,und gaben dann Befehl zu Ausrüstung eines Schiffs. Bahrain betrieb dieselbe mit demgrößten Eifer. Als Alle bereit waren, unter Segel zu gehen, gingen die Prinzenn an dem Morgen, wo sie sich einschiffen wollten, zu dem König, um Abschied zu nehmen.Während sie ihm ihre Aufwartung machten und ihm für seine königliche Großmuthdankten, erhob sich Plötzlich in der ganzen Stadt ein großer Lärm, und eine dickeStaubwolke zog über sie hin; zu gleicher Zeit eilte ein Offizier herbei und rief: „Wisse,König der Zeit, es ist eine starke Armee mit entblößten Waffen in die Stadt gedrungen,und Niemand weiß, was sie beabsichtigt." Bei der Bestürzung, in welche dieseunangenehme Nachricht den König versetzte, nahm Amdjad das Wort: „Herr! ob ichgleich gekommen bin, um die Würde des Großveziers, womit du mich bekleidet hast,wieder niederzulegen, bin ich doch stets bereit, dir meine Dienste zu weihen, und ichi bitte dich um die Erlaubniß, Nachsehen zu dürfen, wer dieser Feind ist, der dich in
deiner Hauptstadt überfällt, ohne dir vorher den Krieg erklärt zu haben." Der Königbat ihn darum, und Amdjad eilte mit einem kleinen Gefolge fort. Bald erblickte erdie Armee, die ihm sehr mächtig schien und immer weiter vorrückte. Der Vortrab, der^ vermuthlich für solche Fälle zum voraus Befehl empfangen hatte, empfing ihn äußerst höflich
- und führte ihn vor eine verschleierte Prinzessin, die das Heer befehligte. Amdjad beugte !
I sich vor ihr zur Erde und sagte: „Königin! was bedeutet dein Zug, ist er friedlich
oder feindlich? und wenn er feindlich ist, worüber hast du dich über den König, meinen
Tausend und eine Nacht, i
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