I wer hundert und neunnndvierzigste Nacht.
Diese Rede Bohlanens gereichte dem Prinzen Asad zu nicht geringem Tröste;er dankte dem allmächtigen Gott, der Bohlanens Herz gerührt und mit Mitleidenerfüllt hatte, und versäumte nicht, ihr für die guten Gesinnungen, die sie für ihn hege,zu danken, sie darin zu bestärken, indem er sie nicht nur in der muselmännischenReligion vollends unterrichtete, sondern ihr auch seine Geschichte und alles Mißgeschickerzählte, das ihn trotz seiner hohen Abkunft betroffen hatte. Nachdem er sich vollständigvon der Festigkeit ihrer guten Vorsätze überzeugt hatte, fragte er sie, wie sie es anfangenwolle, daß ihre Sklavin Canane nichts davon merke und ihn ihrerseits nicht mißhandle.„Laß dich das nicht bekümmern," erwiderte ihm Bohlane, „ich werde schon dafürsorgen, daß sie nicht mehr zu dir kommen kann." In der That wußte Bohlane es soeinzurichten, daß sie Cananen immer zuvorkam, so oft sie in das Gefängniß hinabsteigenwollte. Sie selbst aber ging jeden Tag zu dem Prinzen Asad; statt des Wassers undBrvdes brachte sie ihm jedoch Wein, Suppen mit Hühnern und andere gute Speisen, diesie von ihren eigenen zwölf muselmännischen Sklavinnen zubercite» ließ. Hie und da