Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
917
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Zweihundert und achtniiduicrzigste Nacht. 917

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Seine Tochter Boh laue und seine Sklavin kamen ihm alsbald entgegen, und ererzählte ihnen, was er wegen dieses Gehangenen gelitten und verloren habe, und wieer ihn auf einem Grabmal wieder gefunden und nun hergebracht. Er befahl dannseiner Tochter, ihn wieder in das unterirdische Gemach bringen zu lassen, und ihn zuschlagen und zu peinigen, noch ein Jahr lang, bis zum nächsten, wo er bei dem Besuchedes Feuerberges geopfert werden solle. Man trug Asad hinunter, und als er erwachte,fand er sich wieder an demselben Orte, wo er früher gewesen war.

In Erwartung derselben Leiden, von welchen er sich für immer befreit geglaubthatte, beweinte er sein hartes Schicksal, als er Boh laue mit einem Stocke, einemBrod und einem Krug Wasser eintreten sah. Er zitterte bei dem Anblicke dieser

Unerbittlichen und bei dem bloßen Gedanken an die täglichen Martern, die er noch einganzes Jahr ausstehen sollte, um am Ende eines elenden, grausamen Todes zu sterben.Bohlane ging aus ihn zu, entkleidete ihn und schlug ihn eben so grausam undunbarmherzig als früher. Sein Jammern, Klagen und rührendes Bitten um Schonung,verbunden mit seinen Thränen, machten aber solchen Eindruck auf Bohlane, daß sie sichdes Mitleids und der Thränen nicht länger erwehren konnte. Ihr Herz wurde erweichtund sie fragte ihn:Wie heißest du?" Er sagte:Fragst du mich nach meinem frühernoder nach meinem jetzigen Namen?" Sie versetzte:Hast du denn zwei Namen?"Ja," antwortete er,einst hieß ich Asad, und jetzt heiße ich Abasch (der Gefallene)."Thränen rollten über seine Wangen. Bohlane weinte mit ihm und sagte:Bei Gott!mein Herz hat Erbarmen mit dir, und ich bitte dich tausendmal um Verzeihung für die