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016 Zweihundert und acht» ndvierzigste Nacht. j
schon geschlosst«. Das Schicksal wollte es, daß Asad wieder umkehren mußte; er ging!nach den Gräbern, um dort zu schlafen, fand ein Grabmal obne Thüre, ging hineinund schlief dort bis Mitternacht. i
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Dies geschah mit Asad; was aber Bahram angeht, so währte es^ nicht lange,nachdem er den Prinzen in's Meer gestürzt hatte, daß er sich von allei^Sciten durch ider Königin Murdjane Schiffe eingeschlofsen sah. Das Schiff, auf welchem sich dieKönigin Murdjane selbst befand, segelte heran, um das seinige zu entern; als es^ ihm aber nahe genug war, zog Babram, der nicht im Stande war, Widerstand zul leisten, die Segel ein, als Zeichen, daß er sich ergeben wolle. Die Königin Murdjanebestieg nun selbst sein Schiff und fragte Bahram, wo er den Schreiber habe, welchener frech genug gewesen sty, aus ihrem Palaste zu entführen oder entführen zu lassen?„Königin," antwortete Basiram, „ich schwöre es, daß er nicht in meinem Schiff ist;mögst du eö selbst untersuchen und dich von meiner Unschuld überzeugen." Murdjaneließ nun das Schiff mit der größtmöglichen Genauigkeit von oben bis unten durchsuchen,aber vergebens, man fand Denjenigen nicht, den wieder zu finden sie so leidenschaftlichi wünschte, weil sie ihn zärtlich liebte und aus angeboruer Herzensgüte. Sie ward i! so erzürnt darüber, daß sie schon im Begriff stand, Bahram eigenhändig nieder zu
? haue», aber sie bezwang sich noch, und begnügte sich damit, das Schiff und die ganze
Ladung in Beschlag zu nehmen, und ihn mit allen seinen Leuten an's Land zu setzen, ^wozu sie ihm das Boot zur Uebcrfahrt bis an's Ufer ließ. Bahram und seine Leutewanderten, wie Asad, zehn Tage, bis sie wieder nach Hause in die Stadt der Magier
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kamen, wo sie in derselben Nacht cintrafen, in welcher Asad auf dem Bcgräbnißplatzgeblieben und in das Grabmal gegangen war. Weil das Thor schon geschlossen war,sahen sie sich auch gcnöthigt, auf dem Vegräbnißplatz ein Grabmal aufzusuchen, unddarin den Anbruch des Tages und die Eröffnung der Thore abzuwarten. Zum Unglückfür Asad kam Bahram an denselben Ort, wo er war, trat ein und fand
einen schlafenden Mann. Bahram ging auf ihn zu, hob seinen Kopf in die Höhe,und rief, ihn erkennend: „Ha! ha! du bist's, wegen dessen ich für mein ganzes Lebenzu Grunde gerichtet bi»! Du bist dieses Jahr nicht geopfert worden, aber das
nächste Jahr sollst du mir nicht mehr entkommen." Und mit diesen Worten warf er sichauf ihn, verstopfte ihm den Mund, um ihn am Schreien zu hindern, und ließ ihn durchseine Matrosen binden. Als der Morgenstern sich zeigte und die Thore der Stadt-geöffnet wurden, war cs Bahram ein Leichtes, den unglücklichen Asad durch abgelegeneStraßen, wo noch Niemand aufgestandeu war, in sein Haus tragen zu lassen.