Imeihundert und sechsnndvierzigste Nacht.
Amdjad eilte dem Mädchen nach, trat ihr in den Weg, als er sah, daßsie ihn durchaus umbringe» wolle, und sagte: „Gib mir das Schwert; wenn esdurchaus geschehen soll, ziemt es mir eher, einen Sklaven umzubringcn, als dir."
Er nahm ihr dann das Schwert aus der Hand und sprach: „Komm, folge mir, undtrete leise auf, daß er nicht aufwache."
So traten sie in das Zimmer, wo Bahdar schlief; statt aber ihn zu tödten,schwang Amdjad das Schwert auf das Mädchen und schlug ihr den Kopf vom Rumpfe,so daß er auf den Hausherrn fiel. Dieser richtete sich auf, öffnete seine Augen und sahAmdjad mit einem blutigen Schwerte in der Hand, und neben ihm das getödteteMädchen. Er fragte erstaunt, was geschehen sey, und Amdjad erzählte ihm Alles undschloß mit den Worten: „Um diese Rasende abzuhalten, Euch zu ermorden, sah ich keinanderes Mittel, als sie selbst zu tödten." Bahdar stand auf, küßte Amdjad undsagte: „Herr! Männer von solchem Geblüt und solchem Edelmuth sind nicht fähig,so schändliche Handlungen zu begünstigen. Du bist mein Retter und ich dein Schuldner."Nachdem er ihn noch einmal umarmt hatte, um ihm recht zu beweisen, wie sehr er sich -ihm verpflichtet fühle, sagte er: „Nun müssen wir sie vor Tag aus dem Hause schaffen,und das soll meine Sache seyn."
Amdjad widersetzte sich seinem Entschlüsse und sagte: an ihm sey es, sie wegzutragen,denn er habe den Streich geführt. Bahdar aber erwiderte ihm: „Unbekannt, wie dubist, in dieser Stadt, könnte es dir unmöglich gelingen; laß nur mich machen, bleiberuhig hier und erwarte mich bis Sonnenaufgang. Kehre ich bis dahin nicht zurück, so