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1 (1838)
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900 Zweihundert und fünfundvierzigfte Nacht.

gar keine Entschuldigung an; sage immer: wo bist dn heute so lange geblieben,nichtswürdigster aller Sklaven? und behandle mich ohne alle Rücksichten. Jetzt geh',und trinke und mache dir Vergnügen; laß dir wohl scpn die ganze Nacht durch, undmorgen gehst du dann wieder deines Wegs. Ich will dich als Fremder auf diese Weiseehren, denn ich bin ein Freund der Fremden." Amdjad küßte ihm hierauf die Handund ging wieder in den Saal zurück; seine Wangen hatten ihre Blässe verloren und warenwieder roth. Ehe er noch ganz im Saale war, sprach er zu dem Mädchen:MeineGebieterin! du hast diesem Ort viele Anmuth verliehen." Sie freute sich dieser Worte undsagte:Ich wundrc mich, dich endlich heiter zu sehen." Er antwortete:Bei Gott!

Herrin, ich bitte dich vielmals um Verzeihung wegen meiner vcrdrüßlichen Laune;ich glaubte, mein Sklave habe mir einige Schnüre Edelsteine gestohlen, von denenjede zehntausend Dinar werth ist."Laß dich das nicht beunruhigen," erwidertedas Mädchen,um so schlimmer für ihn, wenn er sich so etwas zu Schulden kommenläßt, er soll es schon büßen; wir wollen nicht daran, sondern nur au unser Vergnügendenken." Dann setzten sie sich zu Tische, und Amdjad, der jetzt von seiner Furchtbefreit war, wurde heiter und vergnügt wie das Mädchen, sie scherzten mit einanderund aßen und tranken bis nach Sonnenuntergang.

B ahdar wartete indessen auf die eingeladencn Freunde, welche bald darauf ankamen.Er bat sie höflich um Entschuldigung, daß er seine Einladung zurücknehme und sic heutenicht bcwirthe, und fügte hinzu, sie würden gewiß den Grund davon billigen, wenner ihnen denselben am andern Tag mittheilen werde. Nachdem sie sich .wieder entfernthatten, ging er hin, wechselte seine Kleider, zog einen Schurz und grobe Schuhe an, undtrat dann in den Saal zu Amdjad und dem Mädchen. Er grüßte sie, küßte die Erdevor Amdjad, kreuzte die Arme auf der Brust und neigte den Kopf zur Erde.Amdjad aber sah ihn zornig a» und sagte:Wehe dir, du verruchtester allerSklaven! wo bist du gewesen? warum bleibst du so lange ans?"Mein Herr!"antwortete Bahdar mit unterwürfiger Miene,ich habe meine Arbeit gethan unddrauf meine Kleider gewaschen; ich wußte nicht, daß du schon hier bist, denn ich warerst zur Zeit des Nachtgebcts bestellt." Amdjad schrie ihn an und sagte:Du lügst,du verruchter Sklave! ich bringe dich um!" Und damit stand er auf, streckte Bahdarauf den Boden hin, nahm einen Stock und gab ihm damit einige nicht starke Schläge.Das Mädchen aber war damit nicht zufrieden; sie sprang auf, riß Amdjad den Stockaus der Hand und fiel über Bahdar mit so vielen und derben Schlägen her, daßihm die Thränen über das Gesicht Herabflossen, er um Hülfe schrie und die Zähne