Iweihundert und sünsundvierzigste Nacht.
Schehersad erzählte weiter: Amdjad ging dann baarfuß in den Gang. AlsBahdar ihn sah, ging er schnell auf ihn zu, saßte ihn an der Brust und sagte: „Wasthust du mit dem Mädchen in meinem Hause und warum hast du die Thürc aufgebrochen?"Amdjad küßte ihm die Hände und erwiderte: „Ich beschwöre dich bei Gott, Herr!höre mich an, ehe du mich zum Polizcimeister der Stadt führst." Er erzählte ihm dannseine ganze Geschichte von Anfang bis zu Ende; wie er nicht gerne in das Haus habegehen wollen; wie das Mädchen das Schloß aufgeschlagen und an Allem schuld sey, undum ihn ganz zu überzeugen, daß er nicht fähig sey, eine so niedrige Handlung, wie dieErbrechung eines Hauses, zu begehen, entdeckte er ihm seine Herkunft und den Grund,warum er in die Stadt der Magier gekommen sey. Als Bahdar die Rede Amdjadshörte und seine Abenteuer, und daß er ein König, Sohn eines Königs sey, bekam erMitleiden mit ihm und erbarmte sich seiner. „Höre, Amdjad," sprach er, „ichschwöre bei dein erhabenen, barmherzigen Gott, daß, sobald du dich meinem Willen inetwas widersetzcst, ich dich umbringen lasse." Amdjad sagte: „Du kannst befehlen,Herr! ich werde dir nie ungehorsam seyn; bin ich doch von deinem Schwerte befreitund habe nichts von dir zu befürchten." Da sagte der Hausherr: „Gehe jetzt
gleich wieder in den Saal und bleibe ruhig sitzen. Ich heiße Bahdar und werde späterkommen. Wenn ich dann eintrctc, so schimpfe, schmähe und schlage mich, und nimm