<Awci hundert »nd »icrnnduierzigste Nacht. 805
sie haben keine andere Heimath, als bei den Männern." Amdjad beugte den Kopfgegen die Erde, denn er schämte sich, mit ihr zum Schneider zu gehen, und wußte auchsonst nicht, wo er sie hinführen solle. In dieser Verlegenheit ging er immer vorwärts,
und das Mädchen folgte ihm von einer Straße zur andern und von einem Platz znin
andern. Endlich fragte sie ihn: „Wo wohnst du denn?" Er sagte: „Meine Herrin,wir werden an mein Haus kommen."
In seiner großen Verwirrung gerietst er endlich in eine Straße, die keinen Ausganghatte, und sagte: „Es gibt keinen Schutz und keine Macht, außer bei Gott." Am
Ende der Straße sah er ein großes geschlossenes Thor, und auf jeder Seite desselben
war eine Bank. Amdjad ging dahin und setzte sich auf eine Bank, und das Mädchenauf die andere. Sie sagte dann: „Worauf wartest du?" — „Ich habe den Schlüsselnicht," antwortete er; „ich habe ihn einem Mamelucken gegeben, dem ich befohlen,Getränke und Speisen einzulaufen, während ich in's Bad ging. Nun ist er aber nochnicht zurückgekommen und wird wohl noch lange ansbleiben; cs ist sonst Niemand da,was soll ich nun thun?" Amdjad hoffte durch diese Worte sie zu vertreiben oder vonihr befreit zu werden. Aber er täuschte sich, denn als das Mädchen dies hörte, sagte