Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
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888
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888 Zweihundert und zweiunduierzigste Nacht.

und laß dich durch den Dienst, den wir dir erwiesen haben, nicht abhalten, deinerPflicht nachzukommen. Wir wollen dir zuerst helfen, dein Pferd cinzufangen, unddann nach dem Ort zuriickkehren, wo du uns verlassen hast." Sie fingen dannsein Pferd, gingen zum Walde hinaus an ihren frühern Platz und sagten dann wieder:Thu' was unser Vater dir befohlen." Djandar aber sagte:Das verhüte Gott!Alles, um was ich euch zu bitten wage, ist, daß ihr nur eure Kleider ausziehet und diemeinigen dafür nehmet; ich gehe dann zum König zurück und sage, ich habe euchumgebracht, und ihr reiset indessen von Land zu Land; denn Gottes Erde ist weit."Sie thaten, wie er ihnen gerathen. Er wechselte dann mit ihnen die Kleider, gabihnen Alles, was er Werthvolles bei sich hatte, und nahm Abschied von ihnen. Daraufbesudelte er die Kleider der Prinzen mit dem Blute des erschlagenen Löwen und brachtesie dem König Kamr essaman. Dieser fragte:Hast du sie umgebracht?"

Djandar antwortete:Ja, hier sind ihre blutigen Kleider." Kamr essaman

fragte weiter:Wie haben sie ihren Tod ertragen?" Er antwortete:Ich habe siestandhaft im Tode gefunden, und sie haben gesagt: Gottes Wille geschehe, wir sterbenunschuldig, aber unser Vater ist an unserem Tode nicht Schuld, denn er kannte dieWahrheit nicht."

Kamr essaman ward.sehr nachdenkend und betrübt darüber, nahm die Kleiderseiner Kinder, durchsuchte sie und fand in Asads Rocke einen Brief. Er öffnete ihnund erkannte nicht nur die Handschrift seiner Frau Bedur, sondern fand aucheine Locke ihres Haares darin. Er las den Brief und sah daraus, daß sie Liebevon ihm forderte, und er seinem Sohn Unrecht gethan. Zitternd durchsuchte er dannauch die Kleider Amdjads, und fand auch darin den Brief, den seine Frau Haiatal Nufus geschrieben, und in dem sie ihn zu überreden suchte. Er schrie laut aufund fiel in Ohnmacht, denn er erkannte, daß er seine Söhne unschuldig verurtheilthatte. Er ward sehr traurig und bekümmert darüber, und ersah daraus die Listder Frauen, trennte sich von ihnen und besuchte sie nicht wieder.

Die Sultanin Schehersad, welche bei diesen Worten den Tag anbrechen sah,hörte in ihrer Erzählung auf, fuhr aber in der folgenden Nacht also fort: