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1 (1838)
Entstehung
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887
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Zweihundert und zweiundvierzigfte Nacht. 887

ihrem Blute freigesprochen; denn du bist im Jrrthum über ihr Vergehen." Djandarversprach ihnen, dies ihrem König zu hinterbringen, und hob dann die Hand mit demSchwerte auf, um sie zu tödten. Durch die Bewegung seines Armes und das Blitzenseines Schwertes erschrack das Pferd, das neben ihm an einen Baum gebunden war,zerriß den Zaum, sprang fort und floh in's Weite. Dieses Pferd war fünfhundertDinar Werth, und hatte einen goldnen Sattel, mit einem ägyptischen Sattelknopf undFlittern von großem Werth. Als der Emir sein Pferd entfliehen sah, warf er dasSchwert aus der Hand, denn er war ganz außer sich, und lies dem Pferde in einenWald nach, stets weiter hinein. Da fing das Pferd an, den Boden mit dem Hufeaufzuscharren und zu wiehern; das hörte ein alter häßlicher Löwe, der in diesemWalde hauste, er kam aus seiner Höhle, um zu sehen, was es gäbe. Als derEmir sah, daß er auf ihn los kam, erschrack er sehr; er wollte entfliehen, wußte abernicht wohin; auch hatte er sein Schwert nicht bei sich, denn er hatte es weggeworfen,als er dem Pferde nachlief, und sagte zu sich:Das ist mir gewiß wegen Asadund Amdjad widerfahren." Diesen ward indessen sehr heiß und sie wurden sodurstig, daß sie Gott um Hülfe baten. Amdjad sagte:Sichest du, mein Bruder,wie wir nun verdursten müssen, weil der Emir das Schwert weggeworfen hat und demPferde nachgelaufen ist. Nun sind wir hier gebunden,- und wenn ein wildes Thierkommt, zerreißt es uns; besser, wir wären durch das Schwert nmgekommen, als voneinem wilden Thiere aufgefressen zu werden."Habe Geduld, mein Bruder!" erwiderteAsad,das Pferd ist gewiß nur entronnen, damit wir das Leben behalten; nur plagtuns der Durst sehr." Er schüttelte und dehnte sich dann rechts und links, zersprengteseine Bande und befreite auch seinen Bruder, dann gingen sie an eine Quelle undstillten ihren Durst. Hierauf ergriff Amdjad Djandars Schwert, und sie gingenzusammen in den Wald. Amdjad sagte:Laß uns beisammen bleiben, es möchte einLöwe hier scyn." Sie gingen dann mit einander und traserr gerade den Löwen, wie er überDjandar herfiel, mit der Tatze nach ihm langte und ihn zu Boden warf, währendDjandar nach dem Himmel blickte. Amdjad sprang auf ihn zu und sagte:Du bistgerettet, Emir Djandar!" und versetzte dem Löwen, der jetzt auf ihn los sprang,einen so gewaltigen Schlag, daß er todt zu seinen Füßen niederficl. Als Djandaraufstand, sah er, daß er dem Sohne seines Herrn, den er hatte tödten wollen, seineRettung verdanke. Er warf sich ihnen zu Füßen und sagte:Meine Herren! ihrverdient nicht, daß euch Gewalt geschehe. Bei Gott! das soll nie geschehen."Sie aber sagten:Nein, Emir Djandar, thu' was dir befohlen worden,