Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
872
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872 Lweihundert und nrununddreihrgste Nacht.

Mein Herr und König," antwortete der Schiffshauptmann,bei uns zu Lande,wo sie wachsen, sind sie gar nichts wcrth: dort kosten fünfzig Krüge kaum hundertDirham. Zudem ist der Eigcnthümer nur ein armer Mann, und wird sich mit einemkleinen Nutzen begnügen."Wohl," sagte Be du r,ich zahle das Zehnfache undnehme sie für tausend Dirham."

Damit war der Handel geschlossen. Die Prinzessin ertheilte sogleich Befehl zurAuszahlung, und nachdem sie in ihrer Gegenwart die Krüge hatte wegtragen lassen,kehrte sie nach dem Palast zurück.

Da die Nacht herannahte, begab sich die Prinzessin Bedur in das Zimmer derPrinzessin Haiat al Nufus, und ließ sich die fünfzig Olivenkrüge bringen. Sieöffnete einen, um sie davon kosten zu lassen und selber davon zu kosten, und leerte denInhalt des Gefäßes in eine Schüssel. Ihr Erstaunen konnte nicht größer scyn, als siedie Oliven mit Goldstaub vermischt sah.Was ist das?" rief sie aus, stand aufund leerte auch die andern Krüge aus, und, siehe da! alle waren mit Goldstaub gefülltund nur einige Oliven oben darauf gelegt.

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Als sie das Gold näher untersuchte, fand sie zuletzt auch noch ihren Edelstein underkannte ihn. Bei diesem unerwarteten Anblick war ihre Ueberraschung so groß, daßsie ohnmächtig auf den Divan zurücksank.

Sobald Bedur ihrer Sinne wieder mächtig war, nahm sie den Stein und küßteihn zu wiederholten Malen. Dann erst erinnerte sie sich, daß sie nicht allein sey, unddaß Haiat al Nufus gar nicht begreifen könne, was sie so außer Fassung gebrachthabe.O meine Theure," sprach sie zu Haiat al Nufus,nach dem, wasich dir von meiner Geschichte erzählt, wirst du die Ursache meines Erstaunens undmeiner Ohnmacht leicht erkennen, wenn ich dir sage, daß dieser Stein mir gehört und