cffmeihn»dort und »ennnnddreihigste Nacht. 87!<
derselbe ist, welcher meinen Geliebten, den Prinzen Kamr essaman, von mir entfernthat. Er ist die Ursache einer für uns Beide so schmerzlichen Trennung gewesen: er-wirb nun auch, so Gott will, unsere baldige Wiedervereinigung hcrbeifiihren."
Die Prinzessin Bedur konnte kaum den Morgen erwarten, und schickte, sobald esTag war, hin und ließ den Schiffshauptmann holen. Als er gekommen war, sagte siezu ihm: „Wehe dir! wo hast du den Eigenthümer der Oliven gelassen?" Dcr
Schiffshauptmann wiederholte seine gestrige Aussage, daß der Eigenthümer der Olivenein armer Gärtner in der Stadt der Götzendiener scy, und daß sein Schiff habeabsegeln müssen, nachdem er mehrere Stunden vergeblich auf ihn gewartet.
„Bei dem erhabenen Gott," sagte die Prinzessin Bedur hierauf, „wenn du nichtsogleich zurückkehrst und mir ihn herbringst, so wirst du sehen, was dir und denKauflcutcn, welche mit deinem Schiff angekommcn sind, widerfährt!"
Der Capitän ging sogleich auf sein Schiff, ließ Lebensmittel und Wasser an Bordschaffen, soviel er zur Reise nöthig hatte, und betrieb dies Alles mit solchem Eifer, daßer noch am nämlichen Tage unter Segel ging. Gott ließ ihn in Frieden ziehen, und»ach einer sehr glücklichen Fahrt kam er bei Nacht vor der Stadt der Götzendiener an.Als er sich so weit genähert hatte, wie er für gut fand, ließ er keine Anker auöwcrfcn,sondern das Schiff beilegen, bestieg sein Boot und ging in einiger Entfernung vomHafen an's Land, von wo er sich mit sechs der entschlossensten Matrosen nach Kamrcssamans Garten begab.
Kamr essaman schlief noch nicht, sondern hing, wie gewöhnlich, seinem Schmerzeüber die Trennung von der schönen Prinzessin von China, seiner Gattin, nach, undverwünschte den Augenblick, in welchem er sich von der Neugierde hatte verführe» lasse»,ihren Gürtel auch nur zu berühren, geschweige ihn zu uutersuchen. So durchwachte erdie zur Ruhe bestimmte Zeit, als er an die Gartenthüre pochen hörte. Halb angekleivcteilte er hin, um zu öffnen, kaum aber hatte er dies gcthan, als der Capitän und dieMatrosen, ohne ein Wort zu reden, über ihn hcrfielcn, ihn mit Gewalt nach demBoote schleppten und auf das Schiff brachten, welches dann unverzüglich in die Seestach und wieder nach der Ebenholzinsel segelte.
Kamr essaman, der bisher, wie der Capitän und die Matrosen, geschwiegenhatte, fragte jetzt den Erstcrn, den er erkannte, was ihn veranlasse, ihn so gewaltsamzu entführen. „Bist du nicht der Schuldner des Königs der Ebenholzinscl?" fragte ihndagegen der Capitän. — „Ich Schuldner des Königs der Ebenholzinscl?" erwiderteKamr essaman ganz erstaunt: „den kenne ich ja gar nicht, habe nie etwas mit ihm
Tiniscnd und nnc Nacht. >
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